In dem Wissen um die blutige Vergangenheit der Stadt, lief es mir kalt den Rücken runter, als links und rechts der Strasse die Felder niedergebrannt wurden und der dichte Rauch die Sicht erschwerte, während wir uns den Vororten der einst so heftig umkämpften Stadt näherten.

In den Monaten von 1942 bis 1943 verloren bei der Schlacht um Stalingrad über eine Millionen Menschen ihr Leben, nachdem die 6. Armee von russischen Truppen eingeschlossen wurde. Aufgrund dieser Tatsache war ich mehr als überrascht, wie freundlich wir doch allenorts empfangen wurden. Im dichten Stadtverkehr stiegen einige Leute sogar aus ihren Fahrzeugen aus um uns die Hand zu geben oder um ein Foto mit ihrem Handy zu schießen.


Wir sind da... Erinnerungsfoto am Stadteingang von Volgograd.
Im Rahmen der Entstalinisierung wurde der Name Stalingrad 1961 in Volgograd umgenannt. Volgograd liegt rund 1000km südöstlich von Moskau, am rechten Ufer der Wolga, rund 400 km nördlich der Mündung des Flusses ins Kaspische Meer. In jüngester Zeit mehren sich (nationalistische) Stimmen, die Stadt wieder in Stalingrad umzubenennen, um auf die historische Dimension der Ereignisse von 1943 hinzuweisen.





Auf dem Mamajew Hügel, wo damals die heftigsten Kämpfe um die Stadt stattgefunden haben und wo die meisten Soldaten gefallen sind, steht heute zum Gedenken das mit 83 Metern höchste Standbild Europas - Die Mutter Heimat. Eine riesige Frauengestalt in wehenden Gewändern und emporgerecktem Schwert.
Weiter unterhalb des Hügels wartet eine parkartige Anlage mit Steinskulpturen in pathetischer Anmutung.












Die Polizeikontrollen in Russland waren immer sehr fair. Die Polizisten hielten uns eigentlich nur an, weil sie neugierig waren, wohin denn unsere Reise geht. Immer wurden wir mit einem herzlichen Händedruck verabschiedet und uns wurde eine gute Reise gewünscht.